Tagträume.

Momentan verändert sich so viel. Ich bin verheiratet – auf den Tag genau seit 2 Monaten & es fühlt sich an wie eine Ewigkeit. Es fühlt sich so gut und richtig an. Benutzt jemand aus Versehen meinen alten Nachnamen fühlt sich das falsch an. Ich bin jetzt Frau Ruske. Das ist so schön. Ich grinse wie ein kleines Schulmädchen, wenn ich auf meinen Ehering gucke. Die Hochzeitsbilder könnte ich mir ewig ansehen – hoffentlich hört dieses Glücksgefühl niemals auf.

In meinem Gelübde habe ich es auch gesagt: Ich war mir nie einer Sache so sicher, dabei habe ich doch sonst vor allem Angst. Doch Zukunftsangst gehört nicht dazu. Ich muss nicht von der Zukunft träumen, weil ich sie ganz klar vor mir sehe.

Vermutlich noch nächste Wochen gehen die Bauarbeiten in unserem Haus offiziell los. Unser Haus – wow. Eigentlich ist es immer das Haus meiner Großeltern gewesen. Doch dort, wo sie sind, brauchen sie es nicht mehr. Sie brauchen nur noch sich – in den Wolken sitzend können sie auf einem riesigen HD – Fernseher, deren Fernbedienung sie nicht verstehen, auf unser Leben schauen. Können sehen, wie alles weitergeht und wie sie in uns weiterleben. Ihr Haus ist nun unser Haus. Das, was mein Opa mit seinen Händen für seine Familie aufbaute, wird nun von uns saniert (nicht mit unseren eigenen Händen – wir wollen ja nichts kaputt machen! :D) und das für unsere Familie. Unsere zukünftige Familie. Was ist das für ein schönes Gefühl zu wissen, irgendwann eine eigene kleine Familie zu haben und die eigenen Kinder dort großzuziehen, wo mein Papa und mein Onkel groß geworden sind. Das ist besser als jeder Traum, besser als jedes Märchen und es ist echt.

Fotografin: MT Photography

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