Lieber PApa

Lieber Papa,

schon als ich noch in Mamas Bauch gewohnt habe, habe ich immer deine Stimme gehört und dein Lachen. Wenn ich dir High-Five gegeben habe oder gegen deine Hand trat, habe ich mich mit dir gefreut.

Ich konnte es gar nicht erwarten, dich kennen zu lernen. Als ich aus Mamma rausgepurzelt bin warst du da. Direkt hinter ihr standest du, als ich ihr auf die Brust gelegt wurde, und du warst so stolz. Bei meiner ersten Untersuchung warst du an meiner Seite, warst bei meinem Bad dabei und wie ich zum ersten Mal angezogen wurde. Du hast mich durch den Kreißsaal getragen. Hast mir erzählt, dass da Mama liegt und mich etwas bescheuert angrinst, weil sie erledigt ist, hast erzählt wie ich heiße und wie klein ich doch bin.

Wir haben zwei Tage im Krankenhaus gekuschelt, jeden Tag. Wenn ich Bauchweh hatte, war eins sicher:

du hast mich gekuschelt und alles war wieder gut.

Dann hast du uns nach Hause gefahren. Endlich konnten wir uns entspannen. Doch du nicht. Du hast den Haushalt geschmissen und Mama zwei Wochen lang Essen und Trinken ans Bett gebracht, uns umsorgt und gehegt und gepflegt. Danke dafür Papa.

Ohne deine Pflege hätte Mama bestimmt nicht so viel Milch gehabt und ich hätte nicht so schnell zunehmen können. Jetzt, wo du wieder arbeiten bist, merke ich mir den Tag über was ich erlebt habe, damit ich dir abends davon erzählen kann. Dann machen wir Quatsch, dein Bart kitzelt mich und ich kann später glücklich einschlafen. Ich freue mich auf all die Dinge, die du mir zeigen wirst und alles, was wir zusammen erleben werden. Du bist mein Held, ich himmel dich an.

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